
OMR Festival 2026 – AI, Social & Streaming: Die Trends, die jetzt zählen
Drei Tage OMR Festival, unzählige Impulse und die Erkenntnis, dass eine klare Strategie nicht nur auf dem Festival, sondern auch im Marketing den Unterschied macht.
Die OMR ist riesig. Wer ohne Plan reingeht, verliert sich schnell zwischen Expo, Side Events und Mainstage-Highlights. Mein Fokus lag bewusst auf inhaltlichem Mehrwert: praxisnahe Learnings, die direkt in unsere tägliche Arbeit einfliessen können. Genau deshalb habe ich einige der grossen Mainstage-Auftritte bewusst ausgelassen – vieles davon ist später online verfügbar. Was nicht reproduzierbar ist: der direkte Zugang zu konkreten Impulsen, Strategiegesprächen und Perspektivwechseln vor Ort.
AI ist nicht optional – aber nur mit der richtigen Basis wirksam
Künstliche Intelligenz war das dominierende Thema der diesjährigen OMR – kaum ein Vortrag, der daran vorbeikam. Was dabei besonders hängen geblieben ist: Wenn AI keine verlässlichen Quellen findet, greift sie auf unzuverlässige zurück. Quellen, die man nicht kontrolliert. Wer aber heute beginnt, eine durchdachte AI-Strategie aufzubauen – mit gezielt aufbereitetem Content, klaren Botschaften und einer Website, die Antworten auf Kunden fragen liefert – der bestimmt mit, was AI morgen über das eigene Unternehmen sagt. AI ist branchenverändernd. Aber nur mit den richtigen Ressourcen und einer klaren Strategie entfaltet sie ihr volles Potenzial.
Die Website neu denken – als Ort für Mensch und Maschine
Auch wenn AI Overviews zunehmen und immer mehr Fragen direkt an ChatGPT & Co. ausgelagert werden, bleibt die Website zentral – aber mit einem neuen Anspruch: Sie muss gleichzeitig ein Ort sein, an dem AI die richtigen Antworten auf Kundenfragen findet, und ein Ort, an dem sich der Kunde wohlfühlt und gerne verweilt. Diese Doppelfunktion wird künftig einer der entscheidenden Qualitätsmassstäbe für gute Unternehmenswebsites sein.
Social Media: LinkedIn setzt auf Menschen, andere Plattformen auf den Algorithmus
LinkedIn entwickelt sich spürbar in eine andere Richtung als viele andere Plattformen. Während TikTok & Co. dem „For You“-Prinzip folgen und dem Algorithmus die Oberhand geben – also entscheiden lassen, was ausgespielt wird – rückt LinkedIn wieder stärker Menschen, Follower und Glaubwürdigkeit in den Vordergrund. Eine Flut an AI-generiertem Content beschleunigt diesen Wandel: Authentizität und echte Perspektiven werden zum Differenzierungsmerkmal. Parallel dazu gewinnt UGC (User Generated Content) plattformübergreifend an Relevanz – denn echte Stimmen performen besser als polierter Markencontent.
E-Mail Marketing: Der unterschätzte Gegenpol zum Algorithmus
Je lauter Social Media wird, desto wertvoller wird die direkte Verbindung zum Kunden. Der Newsletter ist der einzige Kanal, bei dem kein Algorithmus entscheidet, wer deine Botschaft sieht – und genau das macht ihn in einer Welt voller AI-Content und Feed-Überflutung wieder zum strategischen Vorteil. Wer heute eine qualitativ hochwertige E-Mail-Liste aufbaut, investiert in einen Kanal, den weder ein Plattform-Update noch ein Algorithmus-Wechsel wegnehmen kann.
Streaming ist nicht Zukunft – Streaming ist jetzt
Dass Streaming längst im Mainstream angekommen ist, hat dieses Jahr Coachella eindrücklich bewiesen. Justin Bieber feierte dort sein grosses Bühnen-Comeback als Headliner – minimalistisch, roh und ungefiltert. Keine aufwendige Produktion, kein perfekt inszenierter Auftritt. Und trotzdem – oder gerade deshalb – verfolgten Millionen den Livestream auf YouTube gleichzeitig mit dem Publikum vor Ort. Das zeigt zweierlei: Die Grenze zwischen Live-Erlebnis und digitalem Publikum löst sich auf. Und starkes Branding braucht keine Perfektion – es braucht Wiedererkennbarkeit und Authentizität. Wer Reichweite will, denkt nicht mehr nur in Räumen, sondern in Streams. Dass selbst die Oscars 2029 gestreamt werden sollen, unterstreicht diesen Trend noch deutlicher.
Persönliches Highlight: Offen sein für Überraschungen
Ein Learning, das über den reinen Content hinausgeht: Die wertvollsten Momente auf der OMR waren oft genau jene, die nicht auf dem Plan standen. Vorträge, die zunächst nicht ganz oben auf der Liste waren, entpuppten sich als absolute Highlights. Das gilt übrigens auch für unsere Arbeit im Marketing – wer offen bleibt, entdeckt manchmal die stärksten Impulse dort, wo er sie am wenigsten erwartet.
Mein Fazit zur OMR 2026
Die OMR hat uns einmal mehr gezeigt: Die Entwicklungen rund um AI, Social Media, E-Mail und Streaming sind kein Zukunftsszenario – sie passieren jetzt. Wer heute die richtigen Grundlagen legt, ist morgen einen entscheidenden Schritt voraus. Genau das ist es, woran wir für unsere Kunden täglich arbeiten.